Nicht schießen: Killerspiele müssen weg
Da ist es wieder. Das böse Wort des „Killerspiels“. Schon am Montag wurde bekannt, dass im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU/CSU ein „Verbot von Killerspielen“ anvisiert ist, dessen Forderung aus den Reihen der Union kommt. Jetzt wird deutlich, dass es der Regierung ernst zu sein scheint, solch wichtige Themen engagiert anzugehen. Das ist nämlich leichter als eine umfassende Steuerreform, eine Bewegung im Gesundheitswesen oder die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, sprach im Deutschland-Radio über das Thema und wie immer, wenn Politiker etwas sagen, hören wir zu. Man weiß schließlich nie, wie ernst es ihnen ist.
Es sei Aufgabe des Jugendschutzes, mit der technischen Entwicklung mitzuhalten und durch Verbote von Killerspielen klare Grenzen in Deutschland aufzuzeigen, so Maria Böhmer. Im Gespräch mit vielen Jugendlichen habe sie festgestellt, dass es in Killerspielen darum gehe „zerstöre alles, bis auf dich selbst“ und „das ist schon eine Botschaft, die bedeutet, dass Gewalt hier eingeübt wird, imitiert wird.“ Dabei missachtet Böhmer: Zielorientierte Spiele, die weit über „schieß um dich, bis alles hinüber ist“ hinausgehen, gibt es nicht nur im viel gescholtenen Counter-Strike, das gerne mal als Inkarnation des Bösen außerhalb der Branche behandelt wird.
Als Zielgruppe für ihre Kampagne sieht Böhmer vor allem junge Männer, die sich auf LAN-Partys treffen. Mit ihnen müsse man sprechen, warum es gerade „diese Art der Gewaltdarstellung“ sein müsse, „wo ich den Gegner zerstören muss, wo Kampf die Lösung ist und sonst kein anderes Konfliktlösungsmittel.“
Im Bereich der TV-Unterhaltung sei ja bereits deutlich erklärt worden, dass es einen Zusammenhang zwischen realer und virtueller Gewalt gebe. Wie Spiegel Online an dieser Stelle kritisch bemerkt: „ein Ausmaß an Gewissheit, das viele Medienwirkungsforscher erstaunen dürfte.“ Die Diskussion über „Killerspiele“ sei genauso wichtig wie die anschließende Überprüfung der Medien und deren darauf folgendes Verbot. Bereits im Kindergarten und in der Schule müsste mit Jugendlichen über den Umgang mit Medien diskutiert werden.
Kommentar (SP): Auch wenn Teile dieser Meldung etwas zynisch klingen, so tritt auch AreaXbox für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Darstellung von Gewalt in Computer- und Videospielen ein. Allein jedoch vom „Killerspiel“ zu sprechen und pauschal einige Klischees zu „reiten“ macht nur deutlich, dass sich Politiker, die die Entscheidungskompetenz inne haben, zu wenig mit dem Thema auseinander gesetzt haben und das scheinbar auch gar nicht wollen. Schließlich ist das Thema nicht gerade neu. Zudem muss klar differenziert werden zwischen dem Zugang von Minderjährigen zu Spielen mit Gewaltdarstellung und solchen, die dank Volljährigkeit ein großes Stück Eigenverantwortung tragen.
Quelle: areaxbox.de/
Tja. Das is leider wahr. Soviel wohl zum Thema Politik. Wie so oft werden die wichtigen Themen in Deutschland mal wieder hinten an gestellt und stattdessen lieber auf „Minderheiten“ rumgeritten.
Ich hoffe doch schwer das es dazu nicht kommen wird. Nicht nur das Deutschland weltweit damit alleine stehen würde. Es würden auch eine Menge Steuergelder verloren gehen. Aber soweit kann ein Politiker wohl nicht alleine denken. ![]()


dennoch… der grundtenor des films ist gewaltverherrlichend, und das bringst du auch nicht mit “blut rausschneiden” net weg…