Hallo Jörg,
mittlerweile habe ich alle meine Fundstellen in den "/etc/pam.d/common-*"-Dateien einzeln ausprobiert und mangels Erfolg wieder verworfen. Auch in der "/etc/ldap.conf" habe ich die Eintragungen wieder rückgängig gemacht. Ganz entnervt habe ich dann nochmals ein
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sudo dpkg-reconfigure ldap-auth-config
ausgeführt und anschließend meinen Augen nicht getraut. Danach konnte ich nämlich mittels
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su - benutzername
einen LDAP- respektive OpenDirectory-Benutzer anmelden bzw. zu ihm "wechseln". Ich bin der felsenfesten Überzeugung, daß ich das gestern auch schon des öfteren genau so gemacht hatte und eine Anmeldung funktionierte nicht! Nun gut, somit überlasse ich debconf gerne auch zukünftig die Konfiguration meiner "/etc/ldap.conf" und erspare mir manuelles Gewurschtel.
Weil Linux zu Recht gemeckert hat, daß der Benutzer kein Benutzerverzeichnis habe, bin ich dann doch noch mal mit dem Editor der Datei "/etc/pam.d/common-session" zu Leibe gerückt und habe nach der Zeile
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session required pam_unix.so
eine Zeile
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session required pam_mkhomedir.so skel=/etc/skel/ umask 0077
eingetragen. Fortan bekommt ein Benutzer auch sein Benutzerverzeichnis angelegt, so es noch nicht existiert. Um weiterem Ungemach aus dem Weg zu gehen, habe ich vorher aber im Linux Dateisystem einen Link
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sudo ln -s /home /Users
gesetzt. Damit stimmt die Angabe der Benutzerverzeichnisse mit den Eintragungen von OpenDirectory überein.
Eine weitere wichtige Ergänzung in der Datei "/etc/ldap.conf" ist die kleinste Benutzernummer für PAM.
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pam_min_uid 1001
Damit wird dem lokalen Linux-Benutzer mit der Benutzernummer 1.000 nicht der OpenDirectory-Benutzer mit der Benutzernummer 1.000 "diradmin" überlagert. Das gibt sonst feine Effekte beim Anwenden von "sudo" auf dem Linux-Rechner.
Im Moment möchte ich den Rechner eigentlich nicht komplett neu aufzusetzen, um damit verifizieren zu können, daß es mit "sudo dpkg-reconfigure ldap-auth-config" und "sudo dpkg-reconfigure ldap-auth-client" reproduzierbare Ergebnisse gibt. Andererseits braucht man ja verläßliche Dokumentationen für die Zukunft. Wenn ich noch eine ungenutzte Festplatte finde, lege ich noch mal los.
Seltsamerweise kann ich in den "/etc/pam.d/common-*"-Dateien keine Einträge erkennen, die ich nicht auch manuell bereits ausprobiert hatte. Womöglich wurde aber irgendwo eine andere Reihenfolge gesetzt. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Eintrag
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pam_password md5
in der Datei "/etc/ldap.conf" von Anfang an gesetzt war.
Andererseits wurde mit "su" ja kein falsches oder fehlendes Kennwort angemosert, sondern nur lakonisch ausgegeben, daß die Benutzer-ID nicht vorhanden sei. Dies wiederum deutet auf einen nicht funktionierenden Zugriff auf die LDAP-Datenbank hin. Aber mit "getent" wurden sowohl Benutzer ("getent passwd", "getent shadow"), als auch Gruppen ("getent group") aus dem OpenDirectory ausgelesen... Sehr seltsam.
Soweit, so gut.
Augenscheinlich wird im Moment mit der (halbwegs funktionierenden) Konfiguration aber kein Kerberos genutzt, obwohl die krb5-Einträge in den PAM-Dateien vorhanden sind. Wenn ich mit einem OpenDirectory Benutzer angemeldet bin, listet "klist" keine Tickets auf.
Die Konfigurationen von debconf an Kerberos im Rahmen der Paketinstallation müßte noch greifen. Nicht daß ich das jetzt zwingend bräuchte. Aber wenn Lion Server schon Kerberos einrichtet und anbietet, wäre es interessant, das auch von den anderen Rechnern im LAN zu nutzen. Aber von Kerberos und seiner Anwendung habe ich keine Ahnung und weiß nicht wirklich, was ich da in den Konfigurationsdateien tue.

Vielleicht ist es auch ganz gut, daß es einfach mit LDAP/OpenDirectory funktioniert, ohne eine weitere Baustelle mit einzubauen.
Zunächst einmal funktioniert die Anmeldung der Netzwerkbenutzer mit LDAP/OpenDirectory. Das ist ja wenigstens ein erster Schritt.
Gruß
Sven