Reinigung Mac Mini 2014

(Rialorana) #1

Vor ein paar Wochen machte der Lüfter meines Mini plötzlich klappernde Geräusche. Anruf bei Alternate. Dort hatte ich mir den Mac Mini 2014 gekauft. Ich schilderte kurz das Problem. Er meinte, dass der Mini durchaus sehr viel Staub in 5 Jahren geschluckt hat und ich ihn reinigen lassen sollte. Erste Hilfe wäre den Mini ausschalten, alle Kabel entfernen und durch den Lüftungsschlitz mit ständig steigendem Pusten den ersten Dreck beseitigen. Gesagt und getan. Mein Gott kam da eine Wolke raus. Nachdem ich dann ein paar mal kräftig reingeblasen und alle Kabel wieder angeschlossen habe, läuft der Kleine wieder ohne jegliches Geräusch und ohne große Temperaturentwicklung, was aber sowieso nie ein Problem war. Was meint Ihr? Soll ich ihn jetzt wieder einfach laufen lassen, da er ohne Probleme funktioniert oder zu Apple schicken und eine professionelle Reinigung durchführen lassen? Frndl.Gruß Rialorana

(smurphy) #2

Ich mache das meistens mit einem Staubsauger. Mini aufmachen, und dann mit einem recht starken Sauger rein ohne die komponenten zu beruehren. GFegen die sonstige Luft-Richtung pusten. Reicht… :slight_smile:
mach ich so alle 2/3 Jahre. Und - um den Staub zu minimieren, habe ich meine Mini’s immer auf einem kleinen podest. Naja - als ich noch einen Mini hatte. Stehen jetzt alle zum Verkauf :wink: gereinigt!

(Michael B) #3

Da ich einen 2012er Mini geöffnet und auch wieder zusammen bekommen habe (und davor riesen Schiss hatte) würde ich sagen: mach ihn auf, puste alle noch vorhandenen Flusen raus und schließe ihn wieder.

(Rialorana) #4

Danke für Deine recht positive Mut machende Antwort. Traue mich aber nicht ran. Wüßte auch nicht welchen Schraubenzieher man braucht. Kann man von außen den Staubsauger einsetzen? Müßte doch eigentlich auch gehen?
Frndl. Gruß Rialorana

(Rialorana) #5

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Die Angst vor dem Öffnen des Mini habe ich auch. Da ich PC-Werkstätten nicht vertraue, muss ich mir wohl selber helfen. Oder ich stehe in der Werkstatt neben dem Handwerker und überwache den Vorgang.
Gibt es eigentlich Staubfängergitter, die man vor die Öffnung des Mini machen kann?
Dann müsste man nur alle paar Wochen dass Gitter durchpusten und das Problem wäre erledigt.
Frndl. Gruß Rialorana

(Deus X. Machina) #6

Du brauchst kein Werkzeug, es reicht, wenn du die Unterbodenabdeckung enfernst und das Teil aussaugst/auspustest. Es ist bei einer solchen Aktion gut den Lüfter festzuhalten, damit er sich nicht mitdreht.
Hab ich bei meinem Mini so alle halbe Jahre mal gemacht.

(Rialorana) #7

Danke für den Hinweis. Nachdem ich die Unterbodenabdeckung entfernt habe, kommt noch eine Abdeckung. Muss ich die unbedingt auch entfernen? Warum soll ich den Lüfter, der sich ja darunter befindet, festhalten? Reicht es nicht, wenn ich mit Luftspray rein puste? Für das Öffnen des Mini brauche ich doch bestimmt ein Toolkit Werkzeugset. Es sind ja ein paar Schrauben zu lösen, was ich eigentlich vermeiden wollte, da ich handwerklich nicht sehr begabt bin.
Frndl. Gruß Rialorana

(Deus X. Machina) #8

Damned, sorry, hab jetzt selbst gesehen, das da ja noch was kommt. Bei meinem 11er ist das nur ein halbes Blech und man ist direkt am Lüfter… :frowning:
Die Anleitung wird als Schwierigkeit “moderat” beschrieben, jedoch brauchst du eben noch einen TR6 Torx-Schraubendreher. Es ist Absicht, das diese nicht in jedem Haushalt vorhanden sind. Kann man aber im gut sortierten Fachhandel (oder bei oben verlinkter Seite) auch erwerben. Vielleicht hat @chrispiac noch eine Idee? :wink:

Druckspray und Lüfter festhalten: Druckluft kann für die kleinen Bauteile tatsächlich ein Problem werden. Wenn du damit von hinten in den Lüfter pustest treibst du den Dreck noch tiefefer ins Gerät. Deshalb wäre es gut, dem “normalen” Luftstrom zu folgen, der im MIni vorgesehen ist. Das wäre eben Bodenplatte ab, Lüfter festhalten und durch den Lüfter von innen nach aussen zu pusten. Nicht zu nah ran gehen, Staub fliegt leicht weg, und Druckluft kann kleine Bauteile beschädigen.
Der Lüfter wird natürlich von einem Motor angetrieben und ein Motor ist, wenn man ihn bewegt, umgekehrt auch ein Generator. Dreht sich der Lüfter durch Druckluft o.Ä. (zu) schnell könnte der von ihn produzierte Strom das Motherboard beschädigen.

#9

Na ja, was wirklich erhellendes habe ich dazu auch nicht. Mein Favorit um Staub aus einem Rechner zu bekommen, ist den Lüfter zu blockieren und mit einem Staubsauger am Lüfterausgang vorsichtig zu saugen, möglichst nicht auf voller Stufe. Daher hatte ich zu Studienzeiten auf einen Handsauger (für’s Auto gedacht) gesetzt, da der bereits einen Filter eingebaut hatte. Falls irgendwie lose Schrauben, Kabelbinderreste oder ähliches in den Luftstrom geraten und aufgesaut werden, kann man im Filter nachsehen worum es sich handelt.

Der 2014er Mini läßt sich nur mit einem Secure Torx T6 Schraubendreher wirklich öffnen. Falls so einer nicht im Haushalt vorhanden ist, könnte man höchstens versuchen mit einer zurechtgebogenen Büroklammer durch das Lochblech den Lüfter zu blockieren. Ich denke aber, dass das nicht so einfach ist, wenn man die Lamellen des Lüfters unter der Abdeckung nicht sieht. Aber man kann es zumindest mal testen ob es möglich ist.

Für die Gehäusereinigung hat sich ein Glasfaserpinsel bewährt. Der lag meiner Lötstation bei, da Glasfasern sich nicht statisch aufladen können, ist er ideal dafür geeignet, die Ecken in Towergehäusen von Staub zu befreien. Da der Mini im Gehäuse keine Ecken hat (allenfalls einige Baugruppen und Komponennten) dürfte das nur bei einem geöffneten Mini etwas bringen.

Mit Druckluft wäre ich auch vorsichtig, da neben Luft auch thermische Effekte (Kühlung) auftreten können. Das ist nur etwas, wenn man anders nicht an eine Wollmaus herankommt.

Ein „Staubfanggitter“ am Mini dürfte kaum etwas bringen. Die meißte Luft dürfte unten durch die Bodenplatte angesaugt werden, daher wäre eine staubfreie Unterlage wahrscheinlich die beste Staubabwehr beim Mini. Zudem muß irgendwo Luft reinkommen, andernfalls würde der Lüfter ein Vakkuum erzeugen und ich vermute mal, das Apple darauf den Mini nicht getestet hat und es so früher oder später zu einem Hitzeproblem führen dürfte. Weiter kann Luft von Hinten zwischen den Kunststoffträger der Hauptplatine und dem Alugehäuse eindringen, also von dort, wo die warme Luft auch ausgeblasen wird. Daher würde ich auch auf ausreichend Platz hinter dem Mini achten, damit die heiße Luft nicht gleich wieder in den Mini gelangt.

(Rialorana) #10

Vielen Dank auch für Deine Antwort. Man kann nicht genug Tipps und Hinweise bekommen. Wahrscheinlich werde ich in eine PC-Werkstatt fahren und bei der Reinigung daneben stehen bleiben. Ich habe Null Vertrauen zu Reparaturdiensten. In der heutigen Zeit muss man aufpassen wie ein Luchs, dass man nicht übers Ohr gehauen oder die Kiste kaputt repariert wird.
Ein ehemaliger Schulfreund hat mir ein paar Schweinereien erzählt, wie man das macht. Die sind Brachen übergreifend anzuwenden und bescheren den Werkstätten regelmäßig neue alte Kunden. Ob bei Waschmaschinen, Fernsehern, Radios, Wäschetrocknern. Wer sich nur ein wenig mit Elektrik auskennt, der weis mit Sicherheit Bescheid.
Auf Kabel läuft zur Zeit wieder eine Sendung, in der man den besten weiße Ware Reparaturdienst sucht. Die dort angeführten Beispiele entsprechen voll und ganz der Wahrheit. Nach meiner Einschätzung arbeiten mindesten 90% aller Firmen bei Reparaturen unseriös. So nun höre ich auf damit. Wird jeder schon so seine Erfahrungen gemacht haben. Als Frau wird man sowieso nicht für voll genommen.
Ganz im Gegensatz zu den guten Kommentaren hier bei meinem Problemchen.
Herzlichen Dank auch für Deinen Kommentar.
Frndl. Gruß Rialorana