Mac Mini Server Strategie / Einrichtung

Guten Tag und Hallo erstmal ,

bin 46 Lenze seit 1984 in der IT tätig und vor 1 1/2 Jahren auf die Apple Schiene umgestiegen.Von einem Freund wurde mir der Besuch dieses Forums angeraten.

Habe zwar einen iMac aber seit gestern stehen bei mir 4 iMac´s, 1 MBP und ein Mac Mini Server mit SL Server 2 x 500 GB , 8 GB RAM und eine Synology DiskStation DS410 mit 4 x 1 TB WD Green.

Kurzum es geht jetzt ans eingemachte und ich will mich jetzt intensiv mit der Mac mini SL Server Lösung und Netzwerke mit Mac OS X auseinandersetzen.
Desweiteren liegt der Kauf eines Mini Servers und eines MP für meine private Netzumgebung an.

Meine Frage ist wie man den Mini Server am besten HDD mässig konfiguriert.
Sollen die beiden internen 500er als Raid 0 oder 1 laufen oder die eine 500er für das OS die andere für die Userprofile ?

Habe gedacht das ich eine WD My Book für TM benutze nachdem der Server fetig eingerichtet ist, und das NAS später für TM einrichte und dort auch die
User Verzeichnisse und die Daten der Firma ablege.Ab und zu hänge ich die WD an den Mini um via TM auf dem aktuellen Stand zu sein.
Das NAS soll als Raid 10 eingerichtet werden.

Es werden 6 User Accounts im Netz arbeiten und es wird eine Warenwirtschaft als Software benutzt.
Die Administration wird via Apple Remote stattfinden.
Ansonsten wird es keine allzugrosse Last im Netzwerk geben.

Für konstruktive Vorschläge und Tippsbedanke ich mich schon mal im voraus.

Hallo und erst mal herzlich willkommen im Forum :flowers:
WOW, was für ein Einstieg…da hast du dir ein weites Feld ausgesucht und mit deine Gerätschaften viele Möglichkeiten.
Erst mal würde ich mir Gedanken um deine verschiedenen Daten Töpfe machen und deren Schutzbedarf und zu erwartendes Volumen aufschreiben.
Bei deiner Warenwirtschaft lese ich nix von zentraler Datenbank, also Ligen deren Daten auch in einem Userverzeichnis, oder?
Dann würde ich alle Userdaten auf die DiskStation legen und da auf die Serverplatte nur das OS kommt würde ich die spiegeln.
Nur so meine ersten Gedanken zu dem Thema…

Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.
Wohl war für den Einstieg recht komplex :smile:
Aber da wir jetzt vor der kompletten Anschaffung neuer Hardware standen , die Warenwirtschaft an Ende ist, und wir bereits zu viele negative Erfahrungen und Bauchschmerzen mit
der Win 2003 Serverumgebung und den Win XP Clients hatten haben wir uns bewusst für Apple entschieden.

Werde auf dem Server Open Directory einrichten.
Als Datenbank für die WAWI wird Filemaker Pro eingesetzt.

Ansonsten sollen auf dem Server folgende Dienste laufen: DNS , Open Directory , DHCP , AFP, ICAL soweit erstmal.
Und natürlich die Softwarekatulisierung via Server , da die Internetverbindung nur eine 2000er ist.

Die Clients rufen ihre Mails via IMAP vom Provider direkt ab, den Mailserver spare ich mir.
Die Firmendaten und die Userverzeichnisse wollte ich auf dem NAS ablegen oder dierekt auf der Masterplatte und das ganze dann via TM oder externen Backupprogramm spiegeln.
Der Hauptordner wo Firmendaten liegen die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben ist ca 10 GB Gross und die Userverzeichnisse werden eher klein gehalten so max 1 GB.
Sollte der Server also locker verkraften können.

Welches Backupprogramm sollte man alternativ zu TM verwenden ?
Die Dienste (OD) werde ich aber manuell archivieren.

Alternativen zu TM?

Hm, warum was anderes verwenden? So lange du Backup to Disk machst und alles auf eine externe Platte passt ist das doch die einfachste Lösung, aus der du deinen Server wieder aufsetzen kannst. Solange du in einer reinen Mac-Umgebung lebst eine schöne und einfach Sache.
Ich würde halt zwei Platten abwechselnd benutzen, oder die eine immer dran hängen lassen und eine andere immer mal wieder anschließen und diese dann an einen anderen Standort bringen, oder…
Die Workstations würde ich wenn viel drauf installiert ist und diese einigermaßen individuell sind immer mal wieder mit TM abziehen.
Die Geschichte ist hauptsächlich eine Frage des konsequenten Ausführens der geplanten Tätigkeiten, dann klappt das, denn nur ein Backup der gemacht wurde kann zu einem erfolgreichen Recover führen (wobei man den auch mal testen sollte, denn es gibt viele Umgebungen in denen ein Backup gemacht wird, von dem man aber nix recovern kann). Bei der Erstellung des Planes sollte man halt den Aufwand für den Backup mit z.B. einer Neuinstallation abwägen, wobei der Aufwand mit TM recht gering ist.

Ich beschäftige mich beruflich mit dem Thema Backup (EMC Networker) und pflege darum bei diesem Thema eine gewisse Paranoia. Wenn du einen höheren Schutzlevel erreichen willst, dann steigt der Aufwand in Sachen Geld leider sehr schnell an, dafür kann man dann mit den Produkten auch wieder bis zu richtig großen Umgebungen wachsen. Für kleine Umgebungen ist der Markt an wirklich funktionierenden Lösungen was man so hört leider recht dünn.

Ein gespiegeltes Raid im Mini ist natürlich die sicherste Sache und die 500GB scheint Ihr dann ja lange nicht zu benötigen.

Warum wollt Ihr ein NAS einsetzen wenn Ihr einen echten schnellen (Mini-)Server habt?
Am Mini kann man doch notfalls eine/mehrere Festplatte anschliessen und freigeben.

Der Mini-Server (und angeschlossene Festplatten) hat den Vorteil, daß alle Benutzer ihre Time-Machine-Backups dort zentral ablegen können.

Da ich mit TimeMachine schon einige BackUp-Verluste gehabt habe (zu sichernde Daten 600GB auf 1TB Festplatte, eine 2. Version aller Daten paßt dann nicht!),
mache ich (seit Jahren) ein 2. Backup mit Retrospect 6 (da die 8er Version bei mir im Netzwerk immer abstürzt)

Hallo und Danke für die Antworten.
Den Mini habe ich als Raid 0 (wegen der Performance) eingerichtet.Ein TM Backup wird wöchentlich auf die WD gemacht.
Die Userverzeichnisse sind auf dem Server abgelegt und werden auf die NAS gesichert.Ebenfalls die Datenbank der WAWI.

Die NAs dient sozusagen als Datenschlampe :smile:
Ich werde aber noch eine Backupsoftware kaufen mit der ich nur die wirklich benötigten Ordner sichere.

Eine Frage habe ich noch.Wenn ich auf dem Server via Admintool die User angelegt habe und Restriktionen vergebe (z.B Position des Doks , Zugriff auf Programme u.s.w) haben die Anwender dann immer noch vollen Zugriff auf die Programme und der Schreibtisch sieht aus wie nach einer Erstinstallation.
Irgendwie werden die Einstellungen nicht übernommen obwohl die Anmeldung bereits über den Server erfolgt.

Muss ich dazu zwingen OD installieren ?

Als Dienste habe ich bisher nur AFP , DNS und DHCP eingerichtet.
Dazu kommt dann noch ical , WEB und Softwareaktulisierung .

Fehlt hier evtl. noch ein Dienst ?

Auch vermisse ich die Option direkt bei der Installation der iMac Clients wählen zu können, das die Anmeldung direkt auf dem Server erfolgt.
Aber vermutlich bin ich dazu noch zu “Grün” in der MacWelt :smile:

Das gehört wohl zum User Management (oder Group Management). Im Detail kenn ich es nicht, nur die “Begleitliteratur” von Apple Handbuch.

[quote=“dimoe”]Ein gespiegeltes Raid im Mini ist natürlich die sicherste Sache und die 500GB scheint Ihr dann ja lange nicht zu benötigen.

Warum wollt Ihr ein NAS einsetzen wenn Ihr einen echten schnellen (Mini-)Server habt?
Am Mini kann man doch notfalls eine/mehrere Festplatte anschliessen und freigeben.
[/quote]

Weil ein NAS etwas mehr an sicherheit bietet …
Und man etwas mehr damit machen kann IMHO … wenn man nicht nur Mac OS-X hat ?
Siehe: NAS Replacement …

in deinem Link wird auf ein NAS verwiesen, daß ohne Festplatten um die 700€ kostet.
Wenn man acht 1 TB-Platten (2,5Zoll) einbaut, kommen noch einmal 800€ dazu.
Sicherlich ist es ein schönes NAS mit vielen Sicherheitsmaßnahmen (doppeltes Betriebssytem, doppeltes Netzwerk, Verschlüsselung…)

In diesem Thread geht es um 4 Macs, die ein Netzwerk bilden - und um 10GB Daten!
Die Mac-Server-Software und der Mini mit Raid-Möglichkeit ist da sicherlich sinnvollerer.

Sicherer als ein großes Raid ist aber trotz allem, ein Raid mit einem Backup, daß abends außerhalb des Büros aufbewahrt wird.

Also als Raid setzen wir das ein synology.com/deu/products/DS410/index.php
Das ganze ist mit 4 TB WD Green bestückt und läuft als Raid 5.

Also ich habe in meinem Bekanntenkreis einige die ne QNAP oder Synology stehen haben.Zusätzlich sichern die auch noch über ne exteren Platte
die wöchentlich angeklemmt wird.
Einige hatten schon einen Ausfall der Internen HD , weil aber übers NAS und über die exteren Platte alles regelmässig gesichert wurde,
konnte immer alles wieder aktuell und vollständig wiederhergestellt werden.

Außerdem kann man wie gesagt noch viele andere sinnvolle Sachen damit machen.
Und wer einmal seine Daten unwiederbringlich verloren hat der weiß wie ärgerlich das ganze ist.

Das ganze ist für die Firma vielleicht etwas überdimensioniert, aber da das Geld da ist warum sollte man da nicht
gleich was vernünftiges kaufen.

Den Mini Server habe ich mittlerweile als Raid 0 / Raid1 und ohne Raid jeweils komplett neu installiert.
Wollte das ganze mal testen und auch ein wenig Erfahrung mit der Erstinstallation und Einrichtung sammeln.Habe ein bisserl mit Open Directory rumgespielt , Gruppen angelegt , NAS angeschloosen und TM eingerichtet und bis jetzt bin ich mehr als begeistert von der teils simplen Einrichtung.

Habe mir auch noch ein Buch zugelegt “Video 2 Brain SL Server” und da wird in den Videos jede Menge Sachen erläutert die mir echt geholfen haben.
Im Forum und im Netz habe ich auch zu einigen Sachen viel nützliche Infos gefunden.

Wenn alles läuft und ich weitere Fragen habe melde ich mich wieder.

Jedenfalls Danke für die bisherigen Tipps und Erläuterungen.

Jups. ich nutze ne Quadra Box (eSata - 2x1TB als Raid 1) um die Daten so mal alle 2 Wochen extern zu sichern. Wenn gesichert - wird die Quadra Box abgeklemmt - und in einen Feuer/Wasser Sicheren Behälter untergebracht …
Einmal alle 6 Monate mache ich mal nen Backup der ganzen Daten (nicht der Medien wie Film, Musik etc. - aber die Daten die gesichert werden müssen) auf DVD und packe das in ein Bank safe.
Das schöne dabei ist - dass ich bisher immer jedes Linux System innerhalb von 30Minuten wieder herstellen konnte, Mac’s dauern etwas länger.

Windows System sichere ich erst gar nicht. Die sind nur zum Spielen da - und alles ist da eh in der Steam Cloud :wink:

Endlich habe ich den Link zu der RAID5 Rebuild Problematik mit großen SATA Platten wieder gefunden > Guckst du hier
Stimmt einen schon nachdenklich. Ich würde bei so großen Platten also entweder zu RAID 6 oder 10 greifen.
Bei 4 Spindeln geht ja eh nur RAID 10. RAID 6 hat sich auf unseren Storagesystemen gut bewährt, hat sich halt leider bis zu den kleineren Systemen entweder in der Firmware noch nicht rumgesprochen oder es können einfach nicht genug Platten konfiguriert werden.

Hm… Komischerweise schreiben wir 2011 und es gibt da draußen immer noch viele Raid-Systeme, die funktionieren. Einer der Punkte, die in dem 4 Jahre alten Artikel nicht mehr stimmen, ist die NRE-Rate - beispielsweise gibt Samsung für seine Consumer-2TB-EcoGreen-Platten einen Wert von 10^15 an. Das sind also auf einmal statt 12 TB satte 120 TB, genau wie die Specs für Server-Platten, von denen er schreibt. Wenn diese Spezifikation mit der Plattengröße mitwächst, können wir die nächsten Jahre Raid5 noch weiter verwenden. Die Frage ist immer, was ist einem die Datensicherheit wert. Und: Raid ersetzt kein Backup. Man kann es aber als ein solches einsetzen, und dann ist klar, dass man die Sicherheit möglichst hoch haben will… Aber der Artikel ist für mich ein wenig Panikmache. Vor allem, weil es außer der finsteren Prognose, dass auch Raid6 in ein paar Jahren nicht mehr sicher sein wird… toll. Die Schlussfolgerung ist also, dass wir wieder die Tontafeln auspacken sollen? Die können auch kaputt gehen. ;))

Ich stimme dir in fast allen Punkten zu, vor allem dem dass der Artikel schon ein etwas düsteres Bild zeichnet :unamused:
Andererseits stehen dem gegenüber die teilweisen Falschaussagen der Hersteller. Das trifft sowohl runtergespielte Qualitätsprobleme einzelner Produkte (warum werden derzeit die 2,5" 750er etwas verhaltener verkauft?) als auch direkte Falschangaben der Hersteller (ein Arbeitskollege kann an den Iometer Werten von Raidsets in einem Storage System den Hersteller der Platten bestimmen, wobei alle gleich spezifiziert sind, ein Fall für Wetten, dass …?).
Was bei den Billiglösungen noch als Problem hinzu kommt ist die unter Umständen durchwachsene Qualität von Platten die verbaut werden oder dass schlicht Consumer Platten in Systemen mit Dauerbetrieb verbaut werden. Die Dinger sind einfach nicht dafür gemacht und werden dann in solchen Systemen wenn es blöd läuft unter sagen wir mal ungünstigen thermischen Bedingungen betrieben. Man nehme dazu dann auch noch so Firmware Klopper wie es sich Seagate mit einer im Dezember 2008 gefertigten Serie von Barrakudas geleistet hat, da machen dann auf einen Schlag mehrere Platten die Augen zu (wobei in so einem Fall nur ein Backup was hilft). Das ist kein Einzelfall denn die Liste verfügbarer Firmware Updates für Platten, Shelfs und Storageprozessoren der diversen Hersteller sind lang, zum Glück sind die Auswirkungen nur ganz selten so gravierend wie in dem 12/2008 Fall.
Wenn ich mir in einer noch einigermaßen übersichtlichen SAN-Infrastruktur anschaue über wie viele Komponenten ein in einem Client-PC Prozessor entstehendes Byte geht und durch wie viele Software Stacks das durchgedreht wird bis es auf einer Server-Platte ankommt ist es IMHO ein Wunder dass überhaupt etwas bis zur Platte durch kommt :wink:
Auch ich habe hier ein düstereres Bild gemalt als es in Wirklichkeit ist, denn ich betreue selber für meinen Arbeitgeber unter anderem ein Storagesystem das mit 120 TB Kapazität (in 1 TB SATA Disks) nicht gerade klein ist und bisher wurden in über 2 Jahren Betriebsdauer gerade mal 2 Platten getauscht (es gilt aber auch zu berücksichtigen dass das System in der Zeit stets ein gleichmäßiges Klima und keinen Stromausfall hatte).
Die Realität ist also zum Glück besser als die erzählten Geschichten doch Tigerauge, sei wachsam und nicht zu mutig :wink: